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Euros im Anflug © low500/Pixelio.de

Was passiert, wenn der Euribor steigt?

Die Zinsspanne wächst: Obwohl der Referenzzinssatz Euribor immer weiter fällt, bleiben die Kreditkosten für Unternehmen konstant. Der Grund: Basel III und hohe Liquiditätskosten lassen die Aufschläge nach oben schnellen.

Es gibt keine Kreditklemme. Dies ist das Mantra jedes Kommerzbankers seit dem Crash von 2008. Mittelständische Unternehmer halten dem entgegen, dass es deutlich schwieriger geworden sei, an Betriebsmittel- und an Projektfinanzierungen zu kommen. Wie immer haben alle recht. Spätestens seit Juni 2009 haben die Banken ihre liquiden Mittel wieder so weit geordnet, dass das Kommerzfinanzierungsgeschäft wieder seinen Namen verdient.

Gleichzeitig haben die Banken ihre Kreditanforderungen deutlich nach oben geschraubt – und zeigen sich – anders als früher – wild entschlossen, ihre Messlatten auch einhalten zu wollen. Der Kampf um den Neukunden wird nicht mehr auf Heben und Stechen ausgetragen. Der bis zum Crash 2008 gepflegte Bankenwettbewerb – in Österreich härter gefochten als anderswo in Europa – hat im Finanzierungsbereich eindeutig an Intensität verloren. Die Kundenposition des Unternehmers ist durch die Krise merklich schwächer geworden. Es ist aber falsch, zu sagen, dass Industrie wie mittelständische Unternehmen derzeit ohne Finanzierungsmöglichkeiten auf dem Trockenen säßen. Die Neukredite an Unternehmen pendeln seit 2009 laut OeNB pro Quartal relativ stabil zwischen 16 und 21 Mrd. Euro, Tendenz zuletzt eher nach oben weisend.

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content by Josef Ruhaltinger