Business News

Der Klima- und Energiefonds wirkt

Das Jahresprogramm 2011 des Klima- und Energiefonds beweist, dass Kontinuität in der Förderstrategie die versprochenen Erfolge bringt. Am Ende steht die Vision von „Zero Emission Austria“. Lesen Sie eine Sonderbeilage in der Wiener Tageszeitung "Der Standard".

Klimaschutz braucht Breite – vor allem in den Köpfen. Sonst werden Visionen zu Illusionen. Daher ist Breitenwirkung ein wesentliches Ziel der Förderprogramme, die der Klima- und Energiefonds in den vier Jahren seit seiner Gründung auf Schiene gebracht hat. Und dabei geht die Post ab: Die Förderaktion für „Klima- und Energiemodellregionen“ ist so etwas wie der Megaseller unter den 17 Klimafonds-Programmlinien: 2009 zum ersten Mal ausgeschrieben, wurde bislang 66 Modellregionen mit 773 Gemeinden finanziell unter die Arme gegriffen. Dies sind 1,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, die direkt oder indirekt von den Unterstützungsaktionen des Fonds profitieren. Die Regionen setzen die Förderungen des Klimafonds ein, um ihre natürlichen Energiequellen wie Biomasse, Sonne und Wind nutzbar zu machen. Jedes eingesparte Fass Öl und jeder nicht verwendete Kubikmeter Erdgas sind ein Gewinn für die österreichische Energiebilanz. Durch die Folgeprogramme 2010 und 2011 wird die Ausstrahlung der Programme in Zahl und Qualität zunehmen, ist Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klimafonds überzeugt: „Wir forcieren den Multiplikatoreffekt. Unser Ziel ist es, jeden eingesetzten Förder-Euro zu vervielfachen!“ Überzeugungsarbeit ist eine wichtige, aber nicht singuläre Strategie des Klimafonds. Ohne tech¬nische Innovation wäre Klimaschutz nur leeres Gerede. „Der Klima- und Energiefonds ist Brückenkopf zwischen Forschung, Industrie und Praxis. Wir wollen den Weg von der For¬schung bis zum Markt verkürzen“, drängt Klimafonds-Geschäfts-führerin Theresia Vogel auf rasche Wirksamkeit CO2-reduzierender Technologie.

Standortsicherung
Das Förderpro¬gramm „Technologi¬sche Leuchttürme der E-Mobilität“ ist leben¬diges Beispiel für der¬artige Forschungsför¬derung. „Wir beant¬worten durch diese Programmlinie technische Fragen der E-Mobilität, suchen neue Nutzungsmodelle und starten den Aufbau der notwendi¬gen Infrastruktur”, erklärt Vogel. Wesentlicher Effekt der Forschungs¬impulse ist der Know-how-Aufbau in österreichischen Labors und Unter¬nehmen. Projekte mit Leuchtturm¬charakter stärken die österreichi¬sche F&E-Kompetenz. Theresia Vogel: „Unsere Forschungspro¬gramme sichern den Standort Öster¬reich.“

Erforschung neuer Energien
Etwa ein Drittel der Fördergelder des Klima- und Energiefonds fließt in die nachhaltige Energieforschung – mit erheblicher Wirkung: Der Klima- und Energiefonds erhöhte die Forschungsquote in diesem Be¬reich seit 2008 um etwa 200 Prozent. „Wir stoßen über innovative Pro¬jekte den Umbau des österreichi¬schen Energiesystems an. Nur so können wir Treibhausemissionen nachhaltig abbauen“, weiß Theresia Vogel. Im Energieforschungspro¬gramm „Neue Energien 2020“, einem Flaggschiff unter den 17 Pro¬grammlinien, wurden bisher rund 500 Projekte mit über 135 Mio. Euro gefördert. Die Entwicklung einer farbechten, dimmbaren und vor allem energiesparenden LED-Lampe mit bis zu 2000 Lumen Leuchtkraft (entspricht der Helligkeit einer Glüh¬birne mit ca. 150 Watt) ist unmittel¬bares Resultat dieses Programms

Zero Emission Austria
Nicht nur die Politik braucht Visio¬nen. Das Jahrspro¬gramm 2011 des Klima- und Energiefonds klopft mit der Über¬schrift „Zero Emission Austria“ gehörig auf den Busch, ein – wie Ingmar Höbarth for¬muliert – „ambitio¬niertes Ansinnen.“ Für den Geschäftsführer des Klimafonds ist „diese Vision ein Ar¬beitsauftrag. Wir set¬zen heute Maßnah¬men, um morgen die richtigen Lösungen zu haben.“ Auch wenn Zeit beim Thema Kli¬maschutz knapp ist – Kontinuität ist elemen¬tare Voraussetzung für die Entwicklung von Lösungen. Der Fonds führt Langfristpro¬gramme, wie jene der Modellregio¬nen weiter, baut innovative Bereiche wie „Smart Cities“ oder „gebäudein¬tegrierte Photovoltaik“ aus und stärkt Leitvorhaben wie „Neue Energien 2020“, das in weiterentwickelter Form seit Gründung des Klima- und Ener¬giefonds läuft. Die Politik der Beharr¬lichkeit trägt ihre Früchte. Ingmar Höbarth: „Wir sind der zentrale Motor der heimischen Klimapolitik – un¬sere Schubkraft brachte bisher 28.500 innovative Projekte auf den Weg.“ Der Wille zur Umgestaltung der öster¬reichischen Energielandschaft ist un¬gebrochen. Auch heuer stellt die Bun¬desregierung trotz aller Budgetnöte über Umweltministerium und Inno¬vationsministerium dem Klimafonds unverändert 147 Mio. Euro zur Verfü¬gung. Effizientes Management ist dafür Voraussetzung: Der Klima¬fonds setzt seine Aufgaben mit zehn MitarbeiterInnen um.

Klimakiller Verkehr
Autoverkehr muss nicht stinken. Der Klimafonds demonstriert, dass es immer eine Alternative zum Benzin – oder Dieselantrieb gibt. Für Ingmar Höbarth ist klar, dass „wir die alten Mobilitätsmuster vergessen müssen. Wir beweisen mit unseren Projekten, dass es funktionierende Alternativen gibt“. In Österreich wer¬den 26 Prozent der Treibhausemissio¬nen dem Auto und Lkw zugerechnet. Der Handlungsbedarf ist enorm. Und der Klimafonds agiert: Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Forcie¬rung von E-Mobilität und die Attrak¬tivierung
 Attrak¬tivierung des in seinen Möglichkeiten unterschätzen Radverkehrs stehen auch 2011 auf der Agenda. „Die Men¬schen müssen mit eige¬nen Augen sehen und spüren, dass ein E-Bike ein praktisches Vekehrsmittel ist“, ver¬traut auch Theresia Vogel der Kraft des Faktischen.

Missing Link
Die Zeit des Abwä¬gens ist vorbei. „Markt¬durchdringung“ heißt neben Forschung und Verkehr der dritte Eck¬pfeiler der Klimafonds-Strategie. Dabei sen¬ken Programme wie die aktuelle Photovol¬taik-Förderaktion oder der KMU-Effizienz¬scheck die Zugriffsbar¬rieren für den Nutzer. Umdenken wird sichtbar. Ingmar Hö¬barth: „Unsere Programme schließen die Kluft zwischen Wissenschaft und Alltag. Wir gestalten heute die klima¬freundliche Zukunft von morgen.“ Der Klima- und Energiefonds wirkt.

 


FACTS & FIGURES
Gut für’s Klima
Der Klima- und Energiefonds wurde 2007 von der österreichischen Bun¬desregierung ins Leben gerufen, um die Klima- und Energiestrategie des Landes umzusetzen – kurz, mittel- und langfristig.
Die österreichische Energiefor¬schungsstrategie und die Energie¬strategie 2010 liefern dabei die wesentlichen Zielvorgaben. Von 2007 bis 2010 konnte ein Fördervo¬lumen von 500 Millionen Euro umge¬setzten werden. 2011 sind weitere 147 Millionen Euro budgetiert. Die Förderungen sind CO2-reduzie¬renden Projekten aus den Bereichen der Forschung, der Mobilität und der Marktdurchdringung gewidmet. Eck¬pfeiler aller Maßnahmen sind Nach¬haltigkeit und Effizienz. In vier Jahren hat der Klimafonds in Öster¬reich 28.500 Projekte unterstützt. Eigentümer ist die Republik Öster¬reich, vertreten durch das Umwelt¬ministerium und Infrastruktur-ministerium. Ein vierköpfiger Expertenbeirat unterstützt den Klima- und Energiefonds bei seiner Arbeit.

NEWSROOM von
Erste Bank und Sparkassen –
content by Josef Ruhaltinger